Was sind Diascanner?
Dia Scanner, auch Filmscanner genannt sind Durchlicht-Scanner, welche fotografische Dias digitalisieren. Durch die relativ kleine Größe der Dias müssen die Dia Scanner eine hohe Auflösung nutzen, damit das Bild in gewünschter Größe auf dem Computer bearbeitbar ist. Diascanner arbeiten daher mit Auflösungen zwischen 1.600 dpi und 7.200 dpi, welche im Vergleich zu normalen Flachbett-Scannern sehr hoch ist. Die Punkteauflösung wird nur noch von Trommelscannern übertroffen.
Aber auch im medizinischen Bereich haben die Dia-Scanner Einzug gehalten: Statt eines Dias wird bei ihnen eine Halterung mit dem abzubildenden Präparat eingesetzt und gescannt. Hierzu bieten manche Hersteller eigens entwickeltes Zubehör an, jedoch lässt sich eine solche Halterung u. U. auch durch Verwendung eines doppelwandigen Glas-Diarahmens improvisieren.
Günstige Dia Scanner werden eher für den Heimbereich entwickelt, ihre geringe Auflösung von 1.600 dpi ist ausreichend, um Urlaubs-Dias in ein Bilddatei umzuwandeln, welche als Foto ausgedruckt werden kann. Mit hohen Auflösungen dagegen arbeiten Dia-Scanner für den professionellen Einsatz. Sie sind im Allgemeinen hochwertige verarbeitet, bieten Hardware-seitige (und damit schnellere) Fehlerkorrektur und fangen bei Preisen ab 750 € an. Die Fehler sind in den meisten Fällen Schmutz, Staub und Härchen, welche sich auf der Oberfläche des Dias abgelegt haben. Neben einer manuellen Reinigung können Fehlerkorrektur-Funktionen solche Makel zuverlässig erkennen und auf Kosten der dahinter liegenden Details auch löschen.
Die wichtigsten technischen Informationen zur Beurteilung eines Scanners ist die Auflösungsdichte (in Bildpunkten / Pixeln pro Inch), die Farbtiefe (zwischen 24 und 48 Bit), sowie das Vorhandensein bestimmter hardwareseitiger Fehlerkorrektur-Algorithmen. Da die Scannzeiten bei hohen Auflösungen sehr lange dauern, werden diese Zahlen inzwischen auch bei Dia Scanner Beurteilungen angegeben. Auch sollte darauf geachtet werden, dass der genutzt USB oder Firewire-Port aktuell ist, damit die Bilddaten schnell auf das Speichermedium übertragen werden kann.
Die meisten Scanner können drei verschiedene Bildformate abspeichern:
- Das verlustbehaftete JPG-Format: In diesem Fall sind die resultierenden Bilddateien am Kleinsten. Der große Nachteil ist allerdings, dass die Komprimierung auf Kosten der Qualität geht. Dieser Algorithmus ist verlustbehaftet, löscht also existierende Bildinformationen aus der Datei, welche für das Auge nicht auf den ersten Blick wahrgenommen werden. Dieses Bildformat wird hauptsächlich von Dia Scannern aus dem Einsteigerbereich genutzt.
- Das Tiff-Format: Hier sind die Bilddateien schon beachtlich größer. Obwohl Tiff-Dateien auch komprimiert werden können (LZW-Komprimierung), werden die Bildinhalte nicht beeinträchtigt. Die Komprimierung findet auf einer rein mathematischen Ebene in der Informationsanordnung in der Datei statt. Daher wird der Tiff-Standard von Profis geschätzt.
- Letzendlich gibt es noch das RAW-Format. Dieses sind unkomprimierte Dateien mit dem größten Farbspektrum. Beispielsweise werden für das Auge als schwarz wahrnehmbare Flächen in weitere Farb- und Helligkeitswerte unterteilt, welche für das Auge nicht sichtbar bleiben. Aber gerade bei nachträglichen Farbraum-Korrekturen können nicht-sichtbare Verläufe in das wahrnehmbare Farbspektrum rutschen, so dass dieses Format hauptsächlich von Bildbearbeitungs-Profis genutzt wird.

