Goldbergbau – ein „goldener“ Job?
Mit Gold assoziiert jeder sofort Reichtum, Luxus und Wohlstand. Seit der Entdeckung ist es ein exklusives Gut für die Oberschicht und den Adel.
Allerdings denkt niemand an die Förderung und den Abbau des Goldes, wenn teure Schmuckstücke im Schaufenster betrachtet werden.
Dabei sehen die Minenarbeiter in der Regel nichts von dem vielen Geld, das wir für das Gold bezahlen. So ist der Lohn in vielen Ländern nicht gesetzlich abgesichert, sodass die Firmen für viele Stunden einen so geringen Lohn bezahlen, dass grade eben das Existenzminimum gesichert werden kann.
Doch damit nicht genug, denn auch die Arbeitsbedingungen sind den Umständen entsprechend schlecht und grenzen schon an Abzocke. Da an allen Enden gespart wird, werden nur selten Sicherheitsbestimmungen eingehalten, weshalb auch jährlich tausende Unfälle in den Stollen weltweit passieren.
Selbst wenn keine Unfälle passieren, sind die Arbeiter oft nachhaltig gesundheitlich geschädigt. Dies geht mit dem ohrenbetäubenden Lärm los, der von den großen Klimaanlagen in den Haupträumen ausgeht, und reicht bis zu den verwendeten Chemikalien, die hochtoxisch für lebende Organismen sind.
Die Schächte in denen abgebaut wird, sind in der Regel nicht klimatisiert und weisen eine Temperatur von über 50°C auf. Dazu sind sie nur mit notdürftigen Gängen verbunden, die nicht selten nur 90cm Höhe messen und besonders bei Erdstößen dazu neigen, einzustürzen.
Das traurige an der Geschichte ist aber auch, dass die kleinen Beben von den Arbeiten selbst verursacht werden. Teilweise ist das Gestein nämlich so hart, dass es nur mit dem Einsatz von Sprengstoff aus der Wand getrennt werden kann.
So fordern die Unfälle und Erkrankungen jedes Jahr eine Vielzahl an Verletzen und Todesopfern, weshalb selbst in unserer modernen Zeit, die Goldförderung ein blutiges Geschäft darstellt.Dabei gibt es schon längst eine alternative Goldquelle, die sich in den letzten Jahren zunehmen bewährt hat. Das Recyceln von alten Goldgegenständen stellt nicht nur eine umweltfreundliche, sondern auch nahezu endlose Goldquelle dar. Wenn altes Bruchgold jedes Mal wieder in den Verkauf gerät, entsteht ein Kreislauf, der eine permanente Versorgung mit Gold, sicherstellt.


